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Briefmarathon 2017

29.11.2017-10.12.2017

Briefmarathon-Dein Brief kann Leben retten

Der Briefmarathon findet jedes Jahr rund um den Internationalen Tag der Menschenrechte im Dezem¬ber statt und ist mittlerweile die größte internatio¬nale Amnesty ¬Aktion: Im vergangenen Jahr schrieben Menschen aus nahezu allen Ländern der Erde mehr als 4,6 Millionen Briefe – so viele wie nie zuvor. Allein aus Deutschland wurden 331.395 Appelle und Solidaritätsschreiben verschickt. Das gemein¬same Briefeschreiben zeigt die Kraft der inter¬nationalen Amnesty--Bewegung: An wenigen Tagen konzentrieren sich Menschen auf der ganzen Welt geballt auf das Schicksal Einzelner. Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Und sie machen Regierungen Druck: Einen einzelnen Appell können die Behörden ungelesen in den Papierkorb werfen, aber Tausende von Schreiben, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen, lassen sich nicht ignorieren!

Das beweist auch der Fall des Nigerianers Moses Akatugba, für den sich Amnesty beim Briefmarathon 2014 einsetzte. Er war als Minderjähriger festgenommen, gefoltert und später zum Tode verurteilt worden. Nachdem der zuständige Gouverneur zahllose Appelle erhalten hatte, begnadigte er Moses Akatugba im Mai 2015 und ließ ihn frei. Er berief sich dabei ausdrücklich auf den Protest von Amnesty. Auch 2017 werden wieder an vielen Orten in Göttingen vorbereitete Briefe und Informationen zum Briefmarathon ausliegen, die nur noch unterschrieben werden müssen und auch digital kann man sich am Briefmarathon beteiligen: www.amnesty.de/briefmarathon. „Ich bin sehr dankbar, dass ich nicht allein bin. Und dafür, dass mich so viele Menschen aus der ganzen Welt unterstützen.“ Das sagte Máxima Acuña über die Post, die sie beim Briefmarathon 2016 erhielt. Die peruanische Kleinbäuerin widersetzt sich seit Jahren einem mächtigen Bergbauunternehmen, das sie von ihrem Land vertreiben will. Die Unterstützung von mehr als 150.000 Menschen weltweit zeigte Wirkung: Im Mai 2017 fällte der Oberste Gerichtshof des Landes ein historisches Urteil – Máxima Acuña darf auf ihrem Land bleiben. https://www.amnesty.de/informieren/laender/peru Am 13.12.2017 berichtet ein Film über diesen eindrucksvollen Kampf der peruanischen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen (20.15 Uhr, khg, Kurze Str. 13, Göttingen).